Königlicher Besuch aus Dänemark in Colditz

Das Tanzbein schwingend am Markt - lustige Jugendliche

Das Tanzbein schwingend am Markt – lustige Jugendliche

...wir sind immer guter Laune

…wir sind immer guter Laune

Das Wappen am 2. Tor - die sächsisch-dänische Familienchronik

Das Wappen am 2. Tor – die sächsisch-dänische Familienchronik

111 Schülerinnen und Schüler geben ein wunderschönes Konzert

111 Schülerinnen und Schüler geben ein wunderschönes Konzert

Eine Mädchengruppe...

Eine Mädchengruppe…

Wir können nicht nur singen, sondern spielen auch Instrumente

Wir können nicht nur singen, sondern spielen auch Instrumente

Chor und Band gemeinsam

Chor und Band gemeinsam

einmal mit Saxophon..

einmal mit Saxophon..

Der Chor singt vor dem Altar...

Der Chor singt vor dem Altar…

... eine Gruppe vor der Orgel

… eine Gruppe vor der Orgel

Macht doch alle mit! Ja, das machen wir!

Macht doch alle mit!
Ja, das machen wir!

Der Chor erhielt tosenden Beifall...

Der Chor erhielt tosenden Beifall…

der bedankte sich beim Publikum

der bedankte sich beim Publikum

Mit einer kleinen Aufmerksamkeit bedankte sich Rie Koefoed bei Andrea Hänsel

Mit einer kleinen Aufmerksamkeit bedankte sich Rie Koefoed bei Andrea Hänsel

Unter Beifall verließ der Chor das Kirchenhaus

Unter Beifall verließ der Chor das Kirchenhaus

Donnerstags ist in Colditz Markttag. Doch dass eine Gruppe Jugendlicher vor der Sparkasse schwungvoll den Tag bereichert, gehört nicht zum Alltag. Da ist man schon neugierig; wer sind denn die???
Die Antwort kam schnell: wir sind ein Chor aus Dänemark, besuchen Colditz und wollen heute abend ein Konzert in der Kirche geben; kommen sie doch einfach mal hin… Mit dem dänischen Königshaus hat Colditz sehr gute Erfahrungen gemacht. Die heruntergekommene Burg baute der sächsische KF August im 16.Jahrhundert mit seiner Gattin Anna aus dem königlich-dänischen Haus zum heutigen Schloss um. Das Wappen prangt heute noch über dem 2. Tor am “Weißen Turm”.
Vor dem Auftritt gab mir die Begleiterin Rie Koefoed einige Infos zur Gruppe. Es sind 111 Schüler einer Ollerup Efterskole aus Dänemark. Es ist wie eine Schule mit Internat und bei uns sind die Klassen 9 und 10. Jede Efterskole hat besondere Schwerpunkte, bei uns sind das die Interessen für Musik und Gesang. Außer ihren Fächern Mathe, Deutsch, Englisch usw. haben sie Einzelunterricht in ihrem Musikinstrument, haben Musiktheorie, singen in einem großen Chor und spielen in Band´s oder einem Orchester. Das Repertoire ist vollig unterschiedlich; von Folklore, über Rock bis zu Pop. Da dürfte man schon gepannt sein, was uns heute abend erwartet…
So war es auch; der Chor marschierte gemeinsam in das Kirchenschiff ein und nahm vor dem Altarraum Platz. Den Gästen präsentierten sie die Vielfalt ihres Könnens in den unterschiedlichsten Stilrichtungen und Vortragsweisen. Solche weiltbekannten Titel wie das “Ave Maria” gingen den Zuhörern schnell ins Ohr und man wurde regelrecht aufgefordert; singen Sie doch einfach mit. So kam immer mehr Bewegung in das Konzert, denn es gehörte zum Chorauftritt – bleibt doch nicht immer schön steif stehen; bewegt euch zur Musik. Die rhytmische Bewegung schwabbte schnell auf das Publikum über und machte den erwarteten klassischen Musikabend zu einem völlig außergewöhnlichen Konzert. Nach jedem Titel, so fein er auf die unterschiedlichsten Nuancen dargeboten wurde, erhielt der Chor lauten und verdienten Beifall. Die Gäste waren zurecht begeistert, von der lockeren Athmosphäre, die der Chor in´s Kirchenschiff trug. Sein Kommen wird sicher niemand bereut haben. Es war eine aüßerst will- kommene Überraschung, die uns von jungen Musikern präsentiert wurde. Ein Wochentag fand einen erinnerungswürdigen Ausklang.
Die Darbietung zeigte auch deutlich auf, dass aus den jetzt die Ausbildung absolvierenden Jugendlichen einmal gute “Fachleute” der Musik werden sollen. Das Dirigieren mancher Titel übernahm eine Schülerin oder ein Schüler, nicht immer der Lehrer. Es machte keinerlei Abbruch an der Qualität des Auftrittes, sondern bewies, wie emsig sich die Jugendlichen darauf vorbereitet hatten. Auf so ein Niveau zu gelangen, bedarf eines harten Trainings. So manche Freizeitstunde wurde sicher hier dem Lernen geopfert.
Die Vorbereitungen für eine Deutschland-Tour hatte Rie Koefoed schon vor Jahren begonnen. Mit dem Schloss Colditz habe sie eine Stätte gefunden, wo gute Bedingungen für eine solche Tour bestehen würden. Für ihre hilfreiche Unterstützung in der Vorbereitung und nun Durchführung seitens der Colditzer Kirche bedankte sie sich mit einem kleinen Geschenk bei Andrea Hänsel. Auch der dafür gespendete Applaus war völlig verdient. Ein “Wasserkopf” hätte hier sicher das Gegenteil bewirkt. Ach, und noch ´was fiel mir auf: in der ganzen Zeit dieses tollen Konzertes der Spitzenklasse habe ich keinen der Jugendlichen am Handy ´rumfummeln gesehen. Die scheinen begriffen zu haben, dass eifriges Lernen das Sprungbrett in ein erfolgreiches Leben ist. Sie haben sich für das Lernen entschieden.
Es war für alle Gäste ein unvergesslicher Abend. Danke an den Schulchor der “Ollerup Efterskole” im Königreich Dänemark.

spiegel

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